Gründe für eine Operation des Grauen Stars

6 Argumente für die Operation des Grauen Star

Bei der operativen Behandlung des Grauen Star handelt es sich im Allgemeinen nicht um einen Notfall-Eingriff. Das Hinauszögern der Behandlung (auch über Jahre) stellt daher zunächst kein schwerwiegendes Problem dar. Dennoch gibt es viele Argumente dafür, eine Linsentrübung frühzeitig operieren zu lassen:

  1. Nach einer Augenoperation stellen viele Menschen fest, dass die Einschränkung durch das getrübte Sehen doch deutlich stärker war als sie selber wahrgenommen haben. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich viel früher operieren lassen“ – ist ein häufiger Kommentar nach der erfolgreichen Operation.
     
  2. Die Trübung der eigenen Linse kann dazu führen, dass Sie zunehmend eine Brillenkorrektur benötigen, denn häufig entsteht eine immer stärker werdende Kurzsichtigkeit. Das Sehen in der Nähe wird scheinbar besser, aber die Brille für die Ferne muss mehrfach geändert werden – das sind laufende Kosten. Nach einer Operation des Grauen Star dagegen bleibt die Brechkraft der Augen meist stabil.
     
  3. Im weiteren Verlauf des Grauen Star werden die Linsen nicht nur trüber, sondern auch härter. Je härter eine Linse ist, desto mehr Energieeinsatz ist notwendig, um die Linse zu entfernen. Insbesondere beim Einsatz einer Ultraschallsonde zur Zertrümmerung der Linse gelangen Energiewellen auch an andere, zum Teil sehr empfindliche Strukturen innerhalb des Auges. Insbesondere die Hornhautinnenschicht (= „Hornhautendothel“) ist eine solche empfindliche Struktur, denn die Zellen, die hier für die Klarheit der Hornhaut sorgen, können sich nicht teilen. Wird eine zu hohe Anzahl dieser Zellen geschädigt, kann die Hornhaut aufquellen und dauerhaft trübe werden.
     
  4. Die zunehmende Trübung der Linse geht häufig auch mit einer Verdickung der Linse einher. Hierdurch kann es zu einer Behinderung des Austausches der inneren Augenflüssigkeit (= „Kammerwasser“) und einem Anstieg des Augeninnendrucks kommen. Ein erhöhter Augeninnendruck kann zu einer Schädigung der Nerven zwischen dem Auge und dem Gehirn führen. Man spricht dann von einem „grünen Star“ – oder genauer- einem „Engwinkelglaukom“, der zu einer zunehmenden Einschränkung des Gesichtsfeldes und bis zur Erblindung führen kann.
     
  5. Auch wenn man selbst die Sehverschlechterung im Rahmen eines Grauen Star nicht als störend empfindet, kann es sein, dass die Sehschärfe und insbesondere das Kontrastsehen nicht mehr ausreichen, um Auto zu fahren. Dies kann eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität bedeuten.
     
  6. Aktuelle Studien zeigen, dass die verzögerte Behandlung des Grauen Star aufgrund der verschlechterten Kontrastempfindlichkeit zu vermehrten Stürzen und Knochenbrüchen führt. Statistisch wird hierdurch die Lebenserwartung verringert.

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